Roy: Ich will eine Olympia-Medaille
Vor dem letzten Gruppenspiel bei den Olympischen Spielen gegen Japan nahm sich Roy Zeit, um mit FIFA.com ein ausführliches Interview zu führen. Dabei sprach der Kapitän der „Elftal“ über seine Verletzung, seine Ziele bei Olympia und im Verein. Hier sind einige Auszüge aus dem Interview mit FIFA.com.
Herr Makaay, wie geht's Ihrem Fuß? Ist alles wieder okay?
„Ich habe eine Prellung auf dem Spann, das dauert und schmerzt ein bisschen. Wir haben noch ein bisschen Zeit, das zu behandeln. Aber ich hoffe, dass es morgen besser ist, aber ganz weg wird es nicht sein.“
Wie ist es, als Papa dieser jungen Wilden hier dabei zu sein? Wie wichtig ist Ihre Erfahrung?
„Es ist nicht mein erstes Turnier. Und einige von den Jungs haben bereits U-23-Turniere gespielt und sind zweimal Europameister in Folge geworden. Aber ein Jugendturnier ist etwas anderes als solch ein großes Turnier. Wenn's mal nicht so läuft auf dem Platz, dann kannst Du als Kapitän und erfahrener Spieler versuchen, die Leute wieder aufzurichten. Das war natürlich bis jetzt schwierig, denn beim ersten Spiel bin ich in der Halbzeit raus, im letzten Spiel bin ich erst spät reingekommen. Ich habe versucht, die Mannschaft nochmal mitzureißen, nicht aufzugeben, und das hat ja am Ende noch mit dem Ausgleich geklappt. Dadurch haben wir gegen Japan alles in eigener Hand.“
Die Niederlande waren die Favoriten der Gruppe. Woran lag's bis jetzt?
„Nigeria hat eine starke Mannschaft, da kann man mit dem Unentschieden sicher leben. Gegen die USA hätten wir schon zur Halbzeit zwei, drei zu null führen müssen, da hatten die Amerikaner überhaupt keine Chance. Die haben wir selbst ins Spiel kommen lassen. Die haben immer mehr Selbstvertrauen bekommen, am Ende vielleicht ein bisschen zuviel und gedacht, dass sie das Spiel in der Tasche haben. Wenn wir das verloren hätten, hätten wir Olympia abhaken können.“
Sie spielen seit einem Jahr bei Feyenoord Rotterdam, wo Bert van Marwijk Trainer war. Er ist jetzt Bondscoach. Sehen wir Roy Makaay jetzt in der Nationalelf, oder ist das Thema abgehakt?
„Nein, ich habe immer zur Verfügung gestanden. Unter dem letzten Nationaltrainer hatte ich null Chancen, und wenn sich das auch nur um ein Prozent steigert, dann habe ich schon mehr Chancen. Aber ich beschäftige mich damit nicht. Mein Ziel ist es, mit einer Medaille zurück nach Holland zu kehren, eine gute Saison mit Feyenoord zu spielen, und was dann kommt, wird man sehen. Die WM ist noch weit weg.“
Sie sind jetzt 33. Welche Ziele haben sie sich selbst gesetzt?
„Als Vereinsspieler habe ich alles gewonnen. Was mir noch fehlt, ist der Meistertitel in Holland. Dann habe ich in drei Ländern alles gewonnen, was man gewinnen kann. Und hier will ich natürlich eine Olympia-Medaille gewinnen - das kann auch nicht jeder Fußaller von sich behaupten.“


