Roys Kolumne, 22. Juni 2009
Hallo Fans, es ist ganz schön lange her, dass ich mich zuletzt persönlich bei Euch gemeldet habe. Nach einer turbulenten und insgesamt enttäuschenden Saison habe ich jetzt erstmal etwas Urlaub gebraucht. Griechenland und Spanien waren die Urlaubsziele, die ich mit meiner Familie besucht habe, ehe ich am Sonntag wieder in die Vorbereitung für die kommende Saison starte.
Wie schon erwähnt, die abgelaufene Spielzeit war aus Sicht von Feyenoord Rotterdam alles andere als zufriedenstellend. Als amtierender Pokalsieger waren wir mit großen Zielen in die Saison gestartet, zumal wir personell noch die eine oder andere Verstärkung bekommen haben. Ob Meisterschaft, Pokal oder UEFA-Cup: in allen drei Wettbewerben wollten wir eine gute Rolle spielen und - mit ein wenig Glück - vielleicht auch einen Titel für unsere Fans gewinnen.
Doch leider kam es ganz anders. Mit nur einem Sieg aus den ersten acht Ligaspielen standen wir gleich von Beginn an unten drin und mit dem Rücken zur Wand. Zwar konnten wir immer wieder mal das eine oder andere Erfolgserlebnis feiern, insgesamt ist es uns aber nicht gelungen, den Negativtrend bis zur Winterpause zu stoppen. Besonders ärgerlich war dies natürlich im UEFA-Pokal, wo wir mit nur einem Sieg und fünf Niederlagen sang- und klanglos in der Gruppenphase ausschieden.
Nach der Winterpause und dem damit verbundenen Trainerwechsel von Gertjan Verbeel auf Leon Vlemmings haben wir wenigstens eine ansprechende Rückrunde hingelegt, die in dem zu Jahresbeginn kaum noch geglaubten Erreichen der Playoff-Spiele für den European-League-Platz endete. Leider konnten wir in den beiden Spielen gegen NAC aber nicht an die guten Leistungen anschließen.
Im Nachhinein ist es müßig, nach den Gründen für diese verkorkste Saison zu suchen. Ausschlaggebend war aber sicherlich das große Verletzungspech, das uns die gesamte Saison lang verfolgte. Etwas Vergleichbares habe ich in all den Jahren als Fußball-Profi noch nicht erlebt, teilweise mussten wir auf 12, 13 Spieler gleichzeitig verzichten. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft unsere Auswechselbank nur mit Nachwuchsspielern aus der zweiten Mannschaft oder aus der Jugend besetzt war.
Es gilt jetzt, den Blick wieder nach vorne zu richten. Mit Mario Been bekommen wir einen neuen Trainer, der den Klub und seine Fans bestens kennt. Mit ihm und großer Motivation wollen wir in der kommenden Saison wieder angreifen und vielleicht das erreichen, was uns im Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Geburtstag leider nicht gelungen ist: wieder einen Meistertitel im De Kuip zu feiern!
Bis zum nächsten Mal (dann wieder früher, versprochen!)
Euer Roy


